In der gläsernen Stille von Schloss Bellevue wird das Wort „Zugehörigkeit“ derzeit mit einer Vehemenz gepflegt, die fast schon rührend anmuten könnte, wäre die Realität auf Deutschlands Straßen nicht so ernüchternd. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der oberste Repräsentant einer Republik, die sich einst mühsam die Trennung von Staat und Altar erkämpft hat, betätigt sich zunehmend als theologischer Brückenbauer. Mit Sätzen wie „Der Ramadan ist ein auch in Deutschland beheimatetes Fest geworden“ zementiert er eine Normalität, die bei genauerem Hinsehen Risse aufweist.
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